Motiv für Vierfachmord war Liebe

January 27, 2010 by admin  
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Das Motiv für den Vierfach-Mord von Eislingen war Liebe.

Denn aus Liebe zu Andreas Häussler (18) soll Frederik Begenat (19) in der Nacht zum 10. April dessen gesamte Familie erschossen haben: die Schwestern Annemarie († 22) und Ann-Christin († 24), Vater Hansjürgen († 58) und Mutter Else (55).

„Aus Liebe zum Andreas“, zitierte das Landgericht Ulm aus einer schriftlichen Stellungnahme, die Frederik Begenat kurz nach der Tat aufgeschrieben hatte. Laut verlesenem Polizeiprotokoll hat er in seiner Vernehmung zudem die Frage, ob der Grund für die Tat die Freundschaft zum Sohn der getöteten Familie war, mit einem Nicken beantwortet.

Ein Polizist sagte als Zeuge außerdem aus, dass Frederik in einer Vernehmung erzählt habe, dass er und Andreas bei einem Mallorca-Urlaub mit Andreas’ Familie im Jahr 2008 vom Vater im Bett erwischt worden seien.

Auf die Frage, ob sie intim gewesen seien, habe Frederik B. genickt, erzählte der Polizist.

Beziehungen mit Mädchen habe Andreas lediglich als Alibi geführt, berichtete der Polizist aus der Vernehmung. „Er wollte nicht, dass es jemand erfährt“, habe Frederik erklärt.

Frederik Begenats Verteidiger Klaus Schulz sagte in einer Verhandlungspause, dass die von seinem Mandanten angeführte „Liebe“ aber keine „homosexuelle Liebe“ gewesen sei.

REINE ANSICHTSSACHE!

Denn schon kurz nach der Tat war der Verdacht aufgekommen, dass die beiden Jungen ein Paar gewesen sein sollen. Denn bei Frederik fand Andreas Zuneigung und Verständnis – zwei Dinge, die er zu Hause entbehren musste.

Andreas entsprach den Erwartungen des Vaters nicht mehr. Während seine Schwestern auf ein Lehramt studierten, schaffte Andreas zuerst nur die Realschule, wechselte dann aufs Wirtschaftsgymnasium. Immer wieder soll Hansjürgen Häussler seinem Sohn deshalb Vorhaltungen gemacht haben.

Zudem herrschte in der Familie ein strenges Regiment: keine Süßigkeiten, kein TV, keine Computerspiele. Dafür zwang der Vater seinen Sohn ins Fitness-Studio, zweimal die Woche.

In seiner vermeintlich ausweglosen Situation fand Andreas nur bei Frederik Verständnis, den er in der Schule kennen gelernt hatte. Zusammen gingen sie zu McDonald’s, rauchten Wasserpfeife, schossen mit Luftdruckgewehren auf Schnecken.

Mit Mädchen wurde Andreas nie gesehen. Dafür ging er oft mit Frederik in die Kneipe „Marstall“. Wirt Petri Forbrich: „Hier war allen klar, dass die beiden homosexuell waren.“ Auch Andreas’ Schwestern sollen es gewusst haben – und sich lustig gemacht haben.

Frederiks Mutter wollte das Verhältnis der beiden Jungen nicht ganz ausschließen. Gegenüber dem Magazin „Stern“ sagte sie: „Ich bin mir sicher, dass die beiden kein homosexuelles Verhältnis hatten, vielleicht ein zartes homoerotisches.“(BILD)

Lebenslange Haft für Mallorca-Auswanderer : Mord an Autohändler

July 6, 2009 by Mallorcalover-Redaktion  
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Am Montag (6.7) hat das Münchner Schwurgericht einen Mallorca-Auswanderer wegen Raubmordes an einem Autohändler zu lebenslanger Haft verurteilt. Der 48-jährige Schreiner hatte das 62 Jahre alte Opfer bei der Brotzeit überrascht und mit zahlreichen Messerstichen umgebracht. Er entkam mit rund 1.000 Euro Beute. Im Oktober 2008 wurde er auf Mallorca festgenommen und nach München ausgeliefert. DNA-Material des vorbestraften Angeklagten am Tatort hatte auf seine Spur geführt. Das Schwurgericht stellte auch die besondere Schwere der Schuld fest. Damit hat der 48-Jährige kaum eine Chance, nach 15 Jahren auf Bewährung freigelassen zu werden.

Mallorcalover Inseltest

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